Die "höchste" und spektakulärste Schilderübergabe
JOCHEN SCHWEIZER, deutscher Stuntmen, hat den Bungee-Sport in Deutschland "salonfähig" gemacht. Der Multisportler ist der Wegbereiter dieser Sportart für Mutige, bei der man sich mit einem elastischen Seil an den Fußgelenken von großer Höhe aus in die Tiefe stürzt.
Schweizer arbeitete als Stuntman für zahlreiche Kino- und Werbefilme und stellte sogar mehrere Weltrekorde auf, die ihn in das Guiness-Buch der Rekorde brachten. Er ist auch der Begründer für den "Vertical Catwalk", einer "Modenschau", bei der die Models anstelle eines Roten Teppichs an Hochhausfassaden hinunterlaufen.
Weiter stellte er 1988 einen Weltrekord-Bungee-Sprung für Willy Bogners Film "Fire, Ice and Dynamite" auf. Ferner sprang er als erster von der 216 Meter hohen Bloukrans Riverbridge und vollführte u.a. auch einen 1050 Meter Bungee-Sprung aus einem Helikopter.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.
Da Fernwehpark Initiator Klaus Beer, zugleich Weltenbummler und Filmemacher, selbst schon am Ursprungsort des Bungee in Queenstown / Neuseeland stand und darüber einen Film drehte, hat er eine persönliche Beziehung zu dieser besonderen Sportart und freut sich persönlich sehr, den "deutschen Bungee-King" in der Sparte der Stars-Abenteurer im Fernwehpark verewigen zu können.
Nervenkitzel in luftiger Höhe - der "Fernwehpark springt..."
Lesen Sie hier den Stimmungsbericht zur Aufnahme von JOCHEN SCHWEIZER in die "Signs of Fame" von Fernwehpark Vereinsmitglied, ehem. FWP-Vize und und jetzigen FWP-PR-Agenten André Puchta:
Mai 2003: Das Wetter am Feiertag ist drückend, dennoch weht uns der Wind ins Gesicht, als Peter Schulze und ich mittags an der Olympia Regattastrecke in München-Oberschleißheim eintreffen. Für mich ist es ein kurzer Weg, da ich seit April 2003 in der bayerischen Landeshauptstadt arbeite. Und während ich noch vor einer halben Stunde am Münchner Hauptbahnhof in die S-Bahn einstieg, verließ Peter zu diesem Zeitpunkt gerade die Autobahn in Richtung Oberschleißheim.
Vor einigen Monaten, genauer gesagt im Herbst 2002, haben wir uns dazu entschlossen, Jochen Schweizer in den ,,Signs of Fame'' des Hofer Fernwehparks aufzunehmen. Gemeinsam mit Mitglied Horst Schaller kontaktierte man alsbald die Münchner Eventmarketing-Agentur des bekannten Bungee-Springers mit dem Angebot, die Schildübergabe zu organisieren und Jochen Schweizer zwischen Gottschalk und Maffay als gut 80. prominente Persönlichkeit zu integrieren.
Da Fernweh-Park Initiator Klaus Beer terminlich verhindert ist, bat er mich, die Schilderübergabe fotografisch zu dokumentieren; obwohl er es gewesen wäre, die besten Bilder anzuliefern. Denn Weltenbummler Klaus Beer drehte bereits an der Kawaroo-Bridge in Neuseeland, wo der Sport des Bungee-Jumping den Siegeszug um die Welt antrat. Beer: "Obwohl es sicher cool ausgesehen hätte, wenn ich in meinem Film selbst auch gesprungen wäre, traute ich mich damals nicht. Allein der Gedanke, sich gegen jede Normalität in die Tiefe zu stürzen, ist für mich Horror."
Zurück nach Oberschleißheim: Viele hundert Menschen haben sich am ,,Tag der Arbeit'' auf den Wiesen und Parkplätzen rund um die Olympia Regattastrecke eingefunden. Schon von weitem entdecken wir einen Kran, der darauf schließen lässt, dass kräftig gesprungen wird. Horst Schaller, selbst Mitglied im Vielspringer-Club von Jochen Schweizer, wartet schon auf Peter Schulze und mich. Das schöne Wetter lud ihn dazu ein, auf seinem Motorrad sitzend zum Ort des Geschehens zu düsen. Wichtigster Gegenstand dabei natürlich das Schild an sich; nur: Auf dem Motorrad wäre es wohl auf der Fahrt von Hof in Richtung Süden leicht abhanden gekommen und hätte die Frontscheibe eines Fahrzeugs verziert. Letztendlich transportierte Peter Schulze das von Strehlkes Druckmühle in Schwarzenbach/Saale entworfene Schild nach Oberschleißheim.
Freundlich werden wir drei vom Team rund um Jochen Schweizer begrüßt, unmittelbar an der Zuschauertribüne, dort, wo sich staunende Blicke durch die Reihen zeigen, immer dann, wenn wieder eine menschliche Energiebombe aus 50 Metern Höhe sicher an einem stabilen Seil in die Tiefe stürzt. Noch ist ,,der Cheffe selbst'', damit ist kein anderer als Jochen Schweizer gemeint, nicht vor Ort. Per Handy informiert man ihn darüber, dass die Crew des Hofer Fernwehparks nun angekommen sei. Wenig später trifft Jochen an der Regattastrecke ein.
Direkt vor dem Wasserufer an der Olympia Regattastrecke wollen wir die Schildübergabe über die Bühne bringen. Aufmerksam verfolgt Jochen Schweizer die kurze Erläuterung des unkommerziellen Langzeitprojekts für Frieden und Zusammengehörigkeit, bis plötzlich: ,,Stopp bitte eben, den Sprung muss ich mir ansehen.'' Eine junge Frau ist über ihren Schatten gesprungen und baumelt soeben dicht über der Wasseroberfläche vor dem applaudierenden Publikum umher!
Okay, und die Schilder werden dann in Hof befestigt?'', fragt Jochen Schweizer nach. Wir bejahen dies und wenige Minuten später signiert der Meister des Bungee Jumping in Deutschland das mitgebrachte Schild.
Gemäß des herrlichen Frühlingswetters und passend zum Fernweh überhaupt signiert Jochen mit: "Always blue skies" .
Nach der Unterschrift das obligatorische Fotoshooting, Jochen Schweizer (rechts) und Horst Schaller, der bald Mut beweisen muß. Von allen Seiten beobachtet man, was vor sich geht; ein Dackel rennt aufgeregt umher und bellt, was das Zeug hält, als möchte er uns mitteilen, wir sollten doch nach oben sehen, denn jux in diesem Moment springt bereits der nächste aus dem Kran.
Dann natürlich noch ein Bild mit dem Chef, JOCHEN SCHWEIZER, selbst, der Bungee in Deutschland bekannt gemacht hat. Denn bis dahin kannte man diese Sportart bei uns noch nicht, deren Urform aus dem Pazifik stammt. Die Einwohner der Inselgruppe Vanuatu, bekannt als "die neuen Hebriden", stürzten sich als Zeichen ihres Mutes mit einem Lianenseil an den Füßen von einem Gerüst aus in die Tiefe.
Doch in Oberschleißheim ist bei diesem spektakulären Sport nicht nur Zuschauen angesagt. Man kann auch mitmachen.
Das dachte sich dann auch Horst Schaller und die wohl höchste und spektakulärste Schildübergabe stand bevor: Entschlossen begeben wir uns in den internen, abgesperrten Bereich um den Kran. Horst Schaller wird für den Sprung aus 50 Metern Höhe vorbereitet; ich begleite ihn mit der Digitalkamera nach oben. Währenddessen Horst schon routiniert bei der Sache ist, steigt mein Blutdruck unweigerlich - Höhenangst heißt das Schlagwort und die einzige Beruhigung für mich in diesen Minuten ist, dass ich, obwohl uns Jochen Schweizer alle drei zum Sprung eingeladen hat, den Kran wieder sicher am Boden verlassen werde.
Auch mir werden Gurte angelegt, zur Sicherheit. Das nächste Problem: Die Digitalkamera darf nicht lose mit in die Höhe; sie muss sicher befestigt werden. Sekunden darauf schnürt man mir starkes Klebeband um die rechte Hand; dazwischen die flache Kamera; mein Zeigefinger mit dem Auslöser verbunden. Wir betreten die offene Kabine des Krans auf der Wiese vor den Zuschauertribünen. Selbstverständlich wird auch Jochen Schweizer selbst mit nach oben fahren.
Ruck zuck eingehakt geht's los! Innerhalb weniger Sekunden werden wir in 50 Meter Höhe gehoben, ich stehe in der schätzungsweise 6 bis 8 Quadratmeter großen Kabine hinten, links neben mir Jochen Schweizer und vor ihm Horst Schaller mit dem Schild in der Hand. ,,Genieße die freie Sicht bis zu den Bergen und schau Dir die Natur an'', rät mir Jochen Schweizer. Mein Blick allerdings ist festgefroren - am Boden der Kabine, nur kurz kann ich nach draußen sehen, schon beginne ich, wieder zu zittern, wobei ich ja weiß, dass nichts passieren kann. Dennoch ist es ein seltsames, neues Gefühl für mich!
Weiter im Programm: Shakehands 50 Meter über dem Boden zwischen Jochen Schweizer und Horst Schaller, der das Schild mit sicherem Griff vor sich hält. Ich versuche mein Bestes; drücke die Kamera durch und knipse, so oft ich nur kann. Ein Kameramann hält die Situation fest! Die höchste und spektakulärste Schilderübergabe in der Geschichte des Fernweh-Parks! Leider werden die Bilder nichts. Warum, kann man erahnen. Verzittert.
Und dann der Moment: ,,Ich zähle jetzt von drei langsam runter und bei null springe ich'', sagt Horst. Und vergiss nicht, fotografier mich, wenn ich unter Dir bin! Alles klar, Horst Schaller springt ab und beim besten Willen - ich kann nicht nach unten sehen, um einen baumelnden Chef der Straßenbaugesellschaft Hof mit der Kamera festzuhalten.
Horst Schaller hat noch eins draufgesetzt. Er ist mit Schild gesprungen! Natürlich nicht mit dem aus Eisenblech aufgezogenen, sondern mit einem Papierausdruck als Duplikat, das Jochen Schweizer natürlich auch signiert hat. Etwas zerknittert, vom Fallwind zerzaust, aber sonst unbeschädigt und ungemein "authentic", kommt es mit Horst an.
Da wir nun keine Bilder von oben haben ist es gut, daß Peter Schulze von unten fotografiert. Peter ist wie immer die Ruhe selbst. Und das ist gut so. Denn es kommt noch härter: Ihn hat der Reiz gepackt und er möchte nun auch mit den Kran in die Höhe - und nach unten! Da Peter dann doch etwas mehr wiegt als Horst Schaller, und wir zum Feststellen des genauen Gewichts gar zwei Körperwaagen benötigen, entschließt sich die Crew, ein noch verstärktes Seil zu benutzen. Ich lasse mich breitschlagen und möchte meinen ehemaligen Arbeitskollegen nicht alleine lassen; fahre noch einmal mit dem Kran nach oben, um meine Höhenangst in den Griff zu kriegen.
Gesagt getan, Peter ist die Ruhe selbst! Diesmal sollte es klappen, den Sprung selbst von oben herab zu fotografieren. ,,Du musst niemanden etwas beweisen'', versuche ich noch, Peter Schulze mitzuteilen. Zu spät, ich denke mir: ,,Das kann es doch alles nicht geben, wir wollten ne Schildübergabe und jetzt springen zwei von uns in die Tiefe.'' Plötzlich ein unbeschreiblicher Ruck - Peter ist weg! Ich nehme meinen Mut zusammen und gucke mit halboffenen Augen aus der Kabine nach unten: Peter am Seil und er schnellt zurück! Schnell festhalten. In der Mitte der Kabine ist ein etwa 30 Zentimeter großes Loch, durch das mehrere Seile gehen. Ich blicke hindurch und sehe, wie Peter noch einmal auf uns zukommt. Wieder ein Ruck, diesmal noch etwas stärker und die Kabine wackelt umher. Mir wird mulmig.
Auch das ist geschafft: Das Schild unbeschädigt, Peter und Horst gesund und munter und ich um die Erfahrung reicher, dass es nicht nur menschlich lohnt, ,,am Boden zu bleiben.'' Eines sei gesagt: Die Jochen Schweizer GmbH - Agentur für Marketingkommunikation in München - ist ein guter Partner für sichere Bungee Sprünge. Und ich habe Respekt vor jedem, der diese Funsportart auslebt! Unbestritten war diese Schildübergabe die für uns alle wohl Adrenalinreichste!
André Puchta