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"Am Fenster" - "im Fernwehpark"

Rock für den Frieden - Schild für den Frieden

Die Rockband CITY wurde 1972 von Fritz Puppel in Ost-Berlin als "City Band Berlin" gegründet. Ihr erster großer Hit wurde der Song "Am Fenster". Das war 1977. Die Scheibe ging 10 Mill. mal über die Ladentische. Im Osten, wie im Westen rockten die Jugendlichen dazu.

1983 lieferte CITY seinen Beitrag zu "Rock für den Frieden" in der Version des Songs "Sag mir wo die Blumen sind".

Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigenen Homepage.

Ich erwische Fritz Puppel beim Joggen. Unter Keuchen sagt er mir am Handy, dass er mit seinen Jungs gerne zum Fernwehpark kommt, um mit dem Namen seiner Band an dem Friedenssymbol des Projekts teilzunehmen.

Samstagnachmittag, 15. November 2002. CITY, die umjubelte Rockband der früheren DDR auf dem Weg nach Hof. Im Jahre 2002 dreißig Jahre im Rockgeschäft, bin ich gespannt auf die Jungs, die die Hallen von Deutschland Ost zum Kochen brachten. Ich telefoniere nochmal mit Fritz im Tourbus. "Sorry, einer von uns ist erkrankt, Halsentzünding", sagt er. "Wenn er heute Abend auf die Bühne soll, muß er sich noch einige Stunden im Hotelzimmer erholen. Können wir die Schildersignierung nicht in der Halle machen?" Schade, die Aufnahme der Band in den "Signs of Fame" vor der exotischen Schilderkulisse würde natürlich bessere PR-Bilder geben. Aber die Gesundheit geht vor.

Davor kommen die Jungs der "PUHDYS" direkt zum Fernwehpark. Denn diese Band tritt heute Abend auch auf. "CITY" und "PUHDYS", die beiden größten Rockbands der damaligen DDR im Doppelpack im "Signs of Fame". Klasse !!!

21.15 Uhr. Während Ute Freudenberg beim Opening des "Ostival" den 1.800 Fans einheizt, treffe ich Fritz Puppel und seine Mannen backstage bei den Künstlergarderoben.

Schon der erste Eindruck bestätigt die vorangegangenen Telefonate. Die Jungs sind OK. Unheimlich nett. Wir freuen uns, sie im "Signs of Fame" verewigen zu dürfen. Auch die Band selbst scheint begeistert zu sein.

CITY

Als erster greift Joro Gogow zum Stift, der in der Band den Bass spielt und mit seiner Violine alle aus den Sitzen reisst.

CITY

Dann folgt Klaus Selmke, der am Schlagzeug wie ein Gewitter auf das Publikum herabfährt.

CITY

Fritz Puppel, der auf der Bühne die Doppelgitarre powert, ist der Dritte im Bunde.

CITY

Es folgt Manfred (Manne) Hennig, der bei den Konzerten gewaltig in die Tasten haut

CITY

Schließlich setzt Rockröhre Toni Krahl mit seinem Namenszug den Schlußakkord.

CITY

Shake Hands untern Schild: Von links, die seit 1975 bestehende, endgültige City-Line up: Manne Hennig, Joro Gogow, Klaus Selmke, Fritz Puppel und unten knieend Toni Krahl mit Fernwehpark Initiator Klaus Beer.

Die letzten Takte von Ute Freudenbergs Schlusslied erklingen. Wildes Klatschen. Zugabe "Jugendliebe" dringt bis hinunter in die Garderoben. Gleich muß die Band auf die Bühne. CITY spielt vor den PUHDYS, die gegen 22.45 Uhr auftreten.

Klaus Selmke schreitet lässig Richtung Bühne. Er ist barfuß. Seine Fußnägel sind blau lackiert. Geil! Toni ähnelt mit seinem roten Kopftuch einem Piraten. Und Fritz scheint mit seinem Cowboyhut aus dem Westen dazugestoßen zu sein.

Doch Halt. Stop noch mal. Ich habe vergessen, den Jungs die "Fernweh-Frage" zu stellen. Wohin würden Fritz, Joro, Klaus, Manfred und Toni am liebsten verreisen, wenn sie einmal für ein halbes Jahr aussteigen könnten? Was sie darauf antworteten, was ihr absolutes "Fernweh-Traum" ist, kann man in unserer Rubrik "Die Fernweh-Frage" nachlesen.

Das Konzert

Schlagzeug Stakkato, Nebelschwaden, Spotlight! Jubel aus Hunderten von Kehlen. Scheinwerfer spucken Lichtblitze: City greifen in die Seiten... The Rock begins. Hier einige Impressionen eines Super Konzerts, das keinen kalt läßt.

CITY

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