Hände, die in Kenia halfen, in Ton
Er wurde in Mallorca gefeiert. Mit seinen Superhits „Auf der Strasse zur Sonne“, „Lady Sunshine“, „Palma de Mallorca“ oder am „Strand vom Maspalomas“ katapultierte sich Chris Wolff 1987 direkt in die Charts.
Doch die Ehrung des Schlagersängers erfolgte hauptsächlich für sein ganz persönliches Engagement. Für seinen Einsatz für hilfsbedürftige Menschen. Chris Wolff erkannte die Diskrepanz zwischen Touristik Amüsierclubs und dem wirklichen Leben der meist ärmlichen Bevölkerung, Beispiel Kenia, wo er auch auftrat. Chris Wolff sah – und handelte. Wurden auf der einen Seite Cocktails geschlürft, fehlten wenige Hundert Meter weiter den dort lebenden Menschen oft die Grundbedürfnisse zum Leben.
Und so war es dem sympathischen Schlagersänger auch ein persönliches Anliegen, seine Hände als öffentliches Zeichen für den Frieden in der Welt in Ton zu verewigen und letztendlich damit die Hand zu heben für ein friedvolles Miteinander der verschiedensten Völker, Rassen und Kulturen.
Nach der Signierung seines STAR-Schildes folgt die Aktion der Handabdrücke.
Wie immer erklärt Fernwehpark Initiator Klaus Beer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu erzielen. „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten.“
Hollywood läßt grüßen. Bei den Star-Sternen, die auf dem Gehweg vor der exotischen Schilderkulisse eingelassen sind, braucht man nicht viel Phantasie, um sich bei seinen Handprints wegzuträumen zum Man`s Chinese Theater auf den Hollywood Blvd in L.A. wo die großen Stars ihre Handabdrücke in Beton hinterließen.
Bevor es richtig losgeht, praktiziert Chris den Tip von Klaus Beer, ersteinmal die Hände locker auf den Ton zu legen, um die richtigen Abstände abschätzen zu können. Denn einmal falsch drin, kann nicht mehr korrigiert werden.
„Augen zu und - rein“
Bezugnehmend auf seine neue CD, scheint Chris Wolff seinen Song nun in die Tat umzusetzen.
„Und dann mit der linken Hand beginnend, einfach hinein in die graue Masse“, erklärt Klaus Beer weiter. „Wenn der Ton die Handwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst in den Spezialton, den der Hofer Töpferladen für die Star-Handabdrücke entwickelt hat.“ Chris läßt sich das nicht zweimal sagen und setzt sein Lied – in die Tat um...
Fast schon symbolträchtig leuchtet im Schein der Sonne, vor den dicken, schwarzen Wolken, der Globus mit der Aufschrift „Give peace a chance“ über der ganzen Szenerie.
Eine ist drin. Wunderschön zeichnet sich seine linke Hand ab – und Chris Wolff übt schon mal für das Friedenszeichen.
Und dann das Ganze umgekehrt mit der anderen Hand.
Was folgt, ist die wichtigste Pose des Shootings. Das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Jetzt müssen die Handprints nur noch signiert werden. Dazu ritzt Chris Wolff langsam seinen Namenszug in den Ton.
Und so sehen die Handabdrücke des Schlagersängers aus. Sind sie nicht schön geworden? Kein Wunder. Denn wer im Handumdrehen den höchsten Berg Tansanias schafft, der hat auch die Power, seine Hände ordentlich im Ton zu versenken.
Auch Sascha Eibisch, der Manager von Chris Wolff, wird für ein Foto vor die Kamera gebeten.
Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens werden die Handabdrücke vom Hofer Töpferladen steinhart gebrannt. Zu sehen sein sollen sie einmal im „Fernweh Star-Museum“, das gegenüber des Fernwehparks geplant ist. Unter Glas und mit entsprechender Beleuchtung, um durch die Licht-Schattenwirkung die Reliefs deutlich hervortreten zu lassen.