Menschen - Tiere - Sensationen - unter der "Schilder-Kuppel"
"Menschen - Tiere - Sensationen", so lässt sich das Programm des Zirkus "Busch-Roland" überschreiben, der im Rahmen seiner Tournee 2004 auch in der "Fernweh-Stadt" Hof gastiert. Neben dem Zirkus "Krone", "Simoneit-Barum" und "Roncalli" gehört "Busch-Roland" zu den ganz Großen der Zirkuswelt. Er setzt dabei seit Jahrzehnten auf den bewährten Dreiklang: Dressur, Akrobatik, Clownerien.
Einen Vorgeschmak davon erhielten die Passanten am Fernwehpark, denn Circus BUSCH-ROLAND ließ es sich nicht nehmen, mit seinen Artisten, Clowns, Musikern samt Dromedaren, Lama und Pferden den Fernwehpark einen Besuch abzustatten. Unter dem Motto: "Zirkus fasziniert die ganze Welt - Circus BUSCH-ROLAND grüßt alle Zirkusfreunde in der ganzen Welt" konnten die Besucher des Hofer Fernwehparks diesmal Stars ganz anderer Art bewundern, nämlich "Stars unter der Schilderkuppel"

Wüstenschiffe auf dem Weg zum Fernwehpark. Schon lange wundern sich Passanten und Autofahrer nicht mehr, was am Fernwehpark so alles passiert, aber das haben sie bislang noch nie gesehen.

Gruppenfoto mit allen Akteuren. "The show must go on" - denkt sich auch Clown Vladimir Slobodeniouk, ein Meister seines Faches, bei dem in den Vorstellungen kein Auge trocken bleibt.


Der Clown von Busch-Roland - ein Garant für gute Laune. Klar, dass ihn die Musiker des Zirkusorchesters sozusagen "auf Händen tragen". Doch was wäre ein Clown ohne Musik, die auf seine Späße mit den passenden Instrumenten reagiert? Eine gelungene artistische Darbietung ist ein Zusammenspiel aus Sport, Schauspielkunst, Licht und natürlich ihrer Musik. Und die ist bei BUSCH-ROLAND wie immer live! Weltbekannte Melodien, circusgerecht arrangiert vom bekannten Schweizer Unterhaltungsdirigenten RETO PAROLARI, spielt das ukrainische Circusorchester unter der Leitung von OLEG KRUPEY.


Immer an der Seite des Clowns, dem Spitzenvertreter der jungen russischen Clowns-Generation, Partnerin "Olga", die das Publikum mit Slapstick und Artistik begeistert.

Musiker und Tompteure in blauen und roten Uniformen repräsentieren Zirkus pur.

Auch die Tiere scheinen sich im Fernwehpark recht wohl zu fühlen. Besonders die Dromedare, denn hinter ihnen leuchten Schilder aus Tunis, Dubai und Oman. Eines wird unruhig. Wahrscheinlich möchte es am liebsten gleich in die Vereinigten Arabischen Emirate aufbrechen… Und das Lama äugt neugierig umher, sucht vielleicht ein Schild aus Peru.


Fernwehpark Initiator Klaus Beer bittet für ein Pressefoto der anwesenden Medien um "Action". Kein Problem für die Zirkusleute. Elegant schwingen sich zwei Artistinnen in die Höcker der beiden Dromedare.


Immer mehr Passanten bleiben stehen. Autofahrer stoppen. Trauen ihren Augen nicht: Kamele und Clownerien. Kinder lachen und juchzen. Circus BUSCH-ROLAND hat auch am Fernwehpark sein Publikum gefunden.


Klar, dass Clown Vladimir gleich in seinem Element ist und mit einem Monstrum von Kastenkamera und zerflederten Regenschirm die Lacher auf seiner Seite hat.
Klaus Beer nach der Vorstellung: "Das was Vladimir Slobodeniouk bietet, ist nicht nur Clownerie, es ist Akrobatik vom Feinsten. Wie er da über das Drahtseil spaziert, dann einen Stuhl darauf stellt, sich darauf setzt und dabei noch im Flug einen Spazierstock auf die Zigarre katapultiert - und ausbalanziert, ist höchste Artistik.

Es ist nicht einfach, Tiere und Menschen zu einem guten Panoramafoto zu arrangieren. Fotografiert von der anderen Straßenseite, Lücken im Verkehr abgepasst, bringt schließlich das gewünschte Bild.

Der Fernwehpark wünscht Circus BUSCH-ROLAND nun weiterhin viel Erfolg ausverkaufte Vorstellungen, wo immer er auch mit seinen "Menschen-Tieren-Sensationen" begeistert.
Die Vorstellung
Cirkus BUSCH ROLAND ludt Erika und Klaus Beer als Dankeschön für das Fotoshooting in die Vorstellung ein. Von der Loge aus durften sie das bunte Programm unter dem Sternenhimmel des Zirkuszelts genießen. Klaus Beer: "Wir sind begeistert und können nur jedem empfehlen, sich die Vorstellung anzusehen. Das ist Zirkus per excellence, professionell, aber auch mit viel, viel Herz.


Clown Vladimir Slobodeniouk, zugleich Artist, zelebriert höchste Akrobatik auf dem Seil, unterstützt von Partnerin Olga.

Überdimensionalen Steif-Tieren ähnelnd, bewegen sich die asiatischen Wüstenschiffe in Anmut durch die Zirkusarena.

Schlußbild. Mit lang anhaltendendem Applaus honoriert das Publikum ein unvergeßliches Erlebnis.
Pressestimmen
Und das schrieb der Hofer Anzeiger über die Premierenvorstellung in Hof:
"…Manege frei" hieß es gestern in Hof für den Zirkus BUSCH-ROLAND". Das zweistündige Jubiläumsprogramm ist gespickt mit Attraktionen.
"...Aus dem OFF wünscht eine Stimme viel Vergnügen unter der Zirkuskuppel. Wenig später spielt das Orchester schmissig auf. "Oh mein Papa", heißt das Begrüßungslied. Wie treffend. "Oh mein Papa, war ein eine wunderbare Clown": So wie Vladimir Slobodeniok. Der Russe mit seiner Partnerin Olga avanciert zum unumstrittenen Star des Programms." ... "ein Clown der Extraklasse mit einer fantastischen Mimik und einer Komik, die vom Herzen kommt, das Publikum in seinen Bann zieht..."
"...die sechsköpfige Pavlov-Truppe. Salti und und Pirouetten beherrschen sie perfekt. Ästehetik, Eleganz und enorme Sprungkraft..."
"...Herrlich anzuschauen auch die Tier-Dressuren. Renata und Jiri Berousek haben es drauf: Ob Kamele, Pferde oder Zebras - allen hat das Duao aus Prag Kunststücke beigebracht..."
"... Diese Kamel-Dressur ist weltweit das Beste, was es in diesem Bereich gibt", sagt ein Besucher über die "Wüstenschiffe aus Asien" .
Und auch sie beeindruckten das Publikum: ANNA STEPOCHKINA (Rußland), die bei ihrer ästhetischen und dynamischen Choreographie am Schwungtrapez unter der Zirkuskuppel Kraft und Eleganz verkörpert.
Die klassische Hohe Schule, das "Hohe C" der Dressur- und Reitkunst, exzellent vorgeführt und geritten von RENATA und JIRI. Mit ihren edlen Pferden rufen Sie Bilder aus der Glanzzeit des Circus des 19. Jahrhunderts hervor
Ästhetik, Eleganz und enorme Sprungkraft! Die Truppe PAVLOV serviert perfekt beherrschte Salti und Pirouetten am sogenannten "russischen Barren" - eine Glasfiberstange, die jeweils von zwei Untermännern getragen wird.
Temperament haben sie von den Wildpferden; ihre Dickköpfigkeit vermutlich von den Eseln! Unendliche Geduld, Einfühlungsvermögen und Liebe zu seinen Tieren machten diese seltene Darbietung erst möglich. Chapman-Zebras zeigen unter der souveränen Führung des jungen tschechischen Tierlehrers JIRI BEROUSEK was man sonst nur von Pferden kennt: eine stilvolle Freiheitsdressur!
Mit seinen hochgradig schwierigen Tempo-Jonglagen führt JIRI BEROUSEK uns Szenen aus dem Circus vor mehr als 200 Jahren vor Augen.
In atemberaubender Geschwindigkeit springen, oder besser fliegen, die sechs Artisten der russischen PAVLOV-TRUPPE von einer Stange zur anderen. Ein wahre Meisterleistung, welche höchste Konzentration, Synchronie und Präzision erfordert!
Herrlich feurige Araber und kaltblutig-ruhige Friesen - zwei Pferderassen deren Temperament unterschiedlicher nicht sein kann. Ein Achterzug edelster Pferde in "black & white", dirigiert von einer wahren "Pferdeflüsterin" RENATA BEROUSEK aus der goldenen Stadt Prag präsentiert eine Augenweide für alle Pferdefans unter den Circusfreunden!
Noch einmal betritt JIRI BEROUSEK die Manage. Das er nicht nur ein hervorragender Reiter und Jongleur ist, stellt er durch seine Arbeit mit den widerspenstigen Zebras bereits eindrucksvoll unter Beweis. Abschließend präsentiert er jetzt seine speziellen Lieblinge: die "Wüstenschiffe", acht asiatische Kamele in einer einmaligen Darbietung.
Geschichte:
Der 1884 im dänischen Svendborg gegründete Circus BUSCH war eine Unternehmung des einstigen aus Berlin gebürtigen Kavallerie - Reitlehrers PAUL BUSCH (1850-1927), der bereits 1891 das heute noch als "SCHILLER Oper" bekannte Gebäude in Hamburg eröffnete und vier Jahre später das Stammhaus in Berlin am Monbijouplatz in Betrieb nahm. Mit einem Bestand von rund 150 Pferden gehörte Circus BUSCH, dessen Spezialität die aufwendigen Manegenschaustücke waren, zu den führenden Unternehmen Europas.
Der zum Kaiserlichen Kommissionsrat ernannte Prinzipal baute mit dem Erwerb weiterer Circusgebäude in Hamburg, Breslau und Wien ein wahres Circus - Imperium auf, das ab 1918 von seiner Tochter PAULA geführt wurde.Die Schließung des Stammhauses und die kriegsbedingte Zerstörung der übrigen Festbauten hinderten sie dennoch nicht daran, die große Tradition ihres Hauses fortzusetzen.
Wenn auch der bereits 1935 auf Reisen geschickte Zeltbetrieb ebenfalls schwere Kriegsverluste erlitt, so feierte "Madame" PAULA 1952 am Berliner Funkturm ihr Comeback mit einer riesigen Zeltstadt und ihre einzige Tochter MICAELA reiste 1953 mit einem Zweitunternehmen nach Ostasien.
Durch die Fusion im Jahre 1963 mit dem Circus ROLAND - BREMEN entstand der Circus BUSCH-ROLAND, dessen Hauptgeschäftsführer HEINZ GEIER Mitinhaber der Firma "CIRCUS BUSCH-BERLIN" wurde und außerdem "BUSCH" als Künstlernamen führen durfte.
Als HEINZ GEIER-BUSCH das Unternehmen 1971 in eigener Regie übernahm, begann eine neue Ära mit Gastspielreisen durch ganz Europa. Nicht nur ausgedehnte Tourneen durch Österreich, Frankreich und die Beneluxländer, sondern auch Gastspiele in den Circusbauten von Bukarest und Budapest erfolgten unter seiner Leitung und festigten den europaweiten Ruf des Namens "BUSCH".
Im Sommer 1992 erwarb HEINZ GEIER-BUSCH das einst zum DDR Staatszirkus gehörende Unternehmen "BUSCH", das aus dem früheren Circus Jakob Busch-Nürnberg hervorgegangen und nicht mit der Berliner Dynastie identisch war. Als künstlerischer Erbe der unvergessenen PAULA BUSCH war sich HEINZ GEIER-BUSCH sehr wohl ihres unerfüllten Wunsches bewußt, einmal wieder in Berlin seßhaft zu werden.
Der unerwartete Tod von HEINZ GEIER-BUSCH am 12. Juli 1994 machte seinen mit großer Energie vorangetriebenen Bestrebungen, wieder einen festen Circusbau in der Hauptstadt zu errichten, vorerst ein jähes Ende.
Sohn OLIVER GEIER-BUSCH übernahm den Circus BUSCH-ROLAND und leitete das Unternehmen bis zum Sommer 2004; seit dem reist der Circus unter der Leitung seines Sohnes FILIP GEIER-BUSCH.