Triker Treffen am Hofer Fernweh-Park
„Feeling California“ am Hofer Fernweh-Park“ Da schlugen Triker und Bikerherzen höher, als 24 Schönheiten aus Chrom Lack und Leder, die sogar noch zwei airgebrushte Wohnwagen mit sich führten, wie Hornissen in den Hofer Fernweh-Park einfielen. Röhrende Auspuffe, Bikerstiefel, Ärmelfransen und mit Patches besetzte Lederjacken waren für manchen Zuschauer zwar zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, doch schon bald ließen die Kinder auf den Trikes die Gesinnung des Vereins erkennen: Familienorientierte Sonntagnachmittags-Ausflugsfahrten mit anschließender Einkehr zu Kaffee und Kuchen. „Nicht Rasen, sondern beim Dahinrollen den Fahrtwind spüren“, lautet die Devise des vor zehn Jahren gegründeten Vereins. Robert Zachskorn, 1. Vorsitzender der „Free Triker 1994, e.V. Oberfranken“, hatte die Idee, zu Ehren des 50. Mitglieds alle erreichbaren Vereinsmitglieder aus Oberfranken, Sachsen und Thüringen zusammenzutrommeln und eine Ausflugsfahrt zum Hofer Schilderwald zu unternehmen. Höhepunkt des Events war die Übergabe eines wunderschönen, handgemalten Schildes an Fernweh-Park Inititator Klaus Beer, das unter großem Beifall und dem Triker-Schlachtruf „Jetzt geht’s los“ einen Ehrenplatz im Schilderwald erhielt, natürlich signiert von Frau Bianca Hoyer aus Plauen, die mit ihrem Beitritt das halbe Hundert der Free-Triker-Freunde voll machte. „Noch habe ich kein eigenes Trike, aber ich spare tüchtig darauf“, sagt Bianca, der das „Free-Triker-Fieber“ so richtig anzusehen war.
Das Schild zeigt das Emblem des Clubs, das als „Colour“ auch auf den Jacken der Triker zu sehen ist. „Das Colour bekommt aber nicht jeder“, sagt der 2. Vorsitzende Herbert Pöhlau, „ man muß es sich verdienen. Wer ein Jahr im Club dabei ist und alle Regeln befolgt, erhält es auf Antrag. Damit wollen wir negative Einflüsse ausmerzen, die in Richtung Rocker und Schläger gehen, und die man manchmal leider mit unserem Outfit verbindet, das witterungsbedingt aus Leder besteht.“
Das Durchschnittsalter der Triker in Deutschland liegt bei 42 Jahren, also eher „Maschinenkult mit Familienbegeisterung“, denn fast jeder Triker fährt mit seiner Familie aus - aber das nur bei schönem Wetter. Wenn die Sonne nicht lacht, bleibt das Gefährt in der Garage, in der fast jede freie Minute an den Liebhaberstücken gebastelt wird. Stolz zeigt Robert Zachskorn auf das kleine chromblitzende Pferdchen auf dem Schutzblech des Vorderreifens. Danach haben wir lange gesucht, denn jeder Triker möchte seine „2. Braut“ so individuell wie nur möglich gestalten.“
Wer Lust hat, selbst einmal solch ein Gefährt zu fahren, erhält unter Tel: 09281-67594 alle Informationen oder kann im Vereinslokal „Gaststätte Pöhlau“ in Scharten, Reut Allee 2, vorbeischauen. Dort befindet sich der Verleih, (ab 120,-- DM pro Tag), Verkauf und eine Reperaturwerkstätte. „Feeling California“ - für wenige Flocken auch möglich in good old Germany! Weitere Infos: www.freetriker.de.