Rumänienhilfe "Gherla" - ein Hilfsprojekt
Im Jahr 1990 wurde durch den BRK-Bezirksausschuß Ober- und Mittelfranken Gerhard Käding, Kreisbereitschaftsleiter des BRK-Kreisverbandes Forchheim der Auftrag erteilt, ein Hilfsprojekt auszusuchen, das vom Bezirksverband betreut wird, um gezielt humanitäre Hilfe zu leisten.
Durch eine Liste der ständigen Vertretung des Deutschen Roten Kreuzes in Cluj-Naboca wurde das Waisenhaus in Gherla in die nähere Auswahl gezogen. Im Oktober 1990 fand eine Besichtigung des Waisenhauses statt. Der erste Eindruck war erschreckend: Menschenunwürdige Unterbringung von 150 Waisenkindern. Drei Kinder mussten sich ein Bett teilen, eine Toilette für 150 Kinder. Duschen oder Bäder fehlten vollkommen.
Tief bewegt beschloss man, unverzüglich zu helfen, so dass der erste Arbeitseinsatz im Februar 1991 stattfand. Bis zum heutigen Tag haben sich viele Freundschaften zwischen den Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes und den dort lebenden Menschen entwickelt, so dass es ein Muss war, mit einem Schild im Hofer Fernweh-Park die Freunde in Gherla zu grüßen.
Unser Bild zeigt die Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes mit Werner Engelhardt (rechts mit Hut) bei der Schilderübergabe im Hofer Fernweh-Park.
Fernweh-Park Initiator Klaus Beer: Wieder ein "Schild mit Geschichte", wie alle Schilder im Park. Doch dieses beinhaltet praktizierte Nächstenliebe, konkrete Hilfe für die dortigen Menschen. Schade, dass nicht jeder Fernweh-Park Besucher diese Geschichten kennt, die sich um die Schildergrüße ranken. Besonders diese:
Heute besitzt jedes Kind ein eigenes Bett. Ein Anbau wurde errichtet und ein Kinderspielplatz geschaffen. Der Kreisverband Forchheim initiierte den Ausbau einer Armenküche. Durch die ständigen Kontakte zwischen Forchheim und Gherla entstand eine Städtepartnerschaft. In Folge der Sanierung des Kreiskrankenhauses Forchheim wurden ausgesonderte Pflegebetten und medizinische Geräte in das Krankenhaus Gherla transportiert. Mit der Zeit erfuhr die Hilfsaktion eine gewisse Eigendynamik und aus den guten Beziehungen zur Bevölkerung erwuchsen persönliche Freundschaften. Darunter auch zum Altenheim. Denn auch hier zeigten sich trostlose Zustände. Ein weiteres Hilfsprojekt entstand, bei dem sich alle Rot Kreuz Kameraden einig waren: Auch hier muss geholfen werden! So steht das Schild GHERLA-Rumänien für eine auf Jahre andauernde, praktizierende Nächstenhilfe.
Das Bayerische Rotes Kreuz, Kreisverband Forchheim, Bereitschaft Nordhalben und Bereitschaft Geroldsgrün ist jährlich mit zwei Versorgungsfahrten und einem Arbeitseinsatz in Gherla unterwegs. Hierbei fahren pro Einsatz mindestens 4 Lastzüge mit ca. 15 Tonnen Beladung und 6 Kleintransporter. Jährlich sind ca. 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Die Kosten für diese Hilfstransporte belaufen sich auf ca. 15.000 Euro pro Einsatz und werden ausschließlich durch Spenden finanziert.
Bei den Hilfsprojekten Waisenhaus, Armenküche, Krankenhaus und Altenheim wurden bislang 95.000 ehrenamtliche Stunden an Arbeitseinsätzen geleistet und 680 Tonnen Hilfsgüter transportiert.
Bitte unterstützen Sie diese Hilfsaktion durch eine Geldspende. Die Menschen im "Armenhaus Europas" werden es Ihnen danken.
Spendenkonto des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Hof:
Konto-Nr. 380 180 430, BLZ 780 500 00 bei der Kreis- und Stadtsparkasse Hof,
Stichwort "Rumänienhilfe Bereitschaft Geroldsgrün"