Weißenfels grüßt mit Partnerstädten
Extra aus Weißenfels bei Leipzig reiste Oberbürgermeister Manfred Rauner mit einem Vertreter des Stadtrates, der örtlichen Presse und einer Abordnung der "Weißenfelser Barockgruppe" nach Hof, um das Ortsschild von Weißenfels mit den Partnerstadtschildern von KORNWESTHEIM und KOMARNO (Slowakei) an Fernwehpark Initiator Klaus Beer zu übergeben.
Vor der offiziellen Schilderübergabe ludt Beer zu einer Führung durch den Fernwehpark ein und wusste zu vielen Schildergrüßen und Startafeln im "Signs of Fame" Interessante Geschichten und Anekdoten zu erzählen.
Empfangen wurden die Gäste aus Sachsen-Anhalt auch von dem CSU-Franktionsvorsitzenden Winfried Anton, seines Zeichens auch Intendant der berühmten Hofer Symphoniker, der die Besucher im Namen der Stadt Hof herzlich begrüßte.
Wolfgang Bittorf (neben OB Rauner), der die Schilderübergabe in die Wege geleitet hat: "Durch meinen Sohn, der in Hof ein Bank-Praktikum absolvierte, kam ich nach einem Besuch im Fernwehpark auf die Idee, dort auch ein Schild meiner Heimatstadt zu hinterlassen, zumal Weißenfels und Hof etwas verbindet. Der Radwanderweg, der durch den Fernwehpark nach Weißenfels führt und die Saale, die ebenfalls durch unsere Stadt fließt."
Besonders schmuck anzusehen waren zwei Vertreter der Weißenfelser Barockgruppe, Antje Wolf und Martin Baron, die in historischen Kostümen die Blicke der Passanten auf sich zogen. Oberbürgermeister Manfred Rauner, begeistert von dem multikulturellen und völkerverbindenden Hofer Projekt, unterstrich das Engagement des Initiators: "So einen Mann müssen Sie sich warm halten, ansonsten nehmen wir ihn mit nach Weißenfels".
Nach der Führung erfolgten die offiziellen Fotos der Schilderübergabe vor der medienerprobten Schilderkulisse des Hofer Fernwehparks "Signs of Fame".
Unser Bild zeigt von links Fernwehpark Initiator Klaus Beer, Stadtrat Wolfgang Bittorf, OB Manfred Rauner mit Fahrer, Martin Baron und Antje Wolf von der Barockgruppe Weißenfels und Winfried Anton als Vertreter der Stadt Hof.
Auch vor den Fernwehpfählen mit dem Fernwehpark-Willkommensschild präsentierten die Gäste aus Weißenfeld ihre Schildergrüße.
Zum Schluß gab es noch Bilder der Weißenfelser Barockgruppe auf dem Hofer "Walk of Fame" bei den STAR-STERNEN von Sarah Connor, James Last und Pierre Brice. Auch sprach OB Manfred Rauner eine herzliche Einladung nach Weißenfels aus. Dazu noch eine kleine Stadtgeschichte zum Besuch der schmucken Stadt in Sachsen-Anhalt.
Kleine Stadtgeschichte:
WEISSENFELS ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Sachsen-Anhalt. Die ehemalige Residenzstadt des Herzogtums liegt ca. 30 km südwestlich von Leipzig und ist über die A 9 erreichbar.
Weißenfels wurden 1185 die Stadtrechte verliehen. Für das Jahr 1290 ist ein Stadtrat bezeugt. Weißenfels war von 1656 bis 1746 Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Weißenfels.
Sehenswürdigkeiten:
SCHLOSS NEU-AUGUSTUSBURG mit Museum (ständige Ausstellung zur Geschichte der Stadt, inklusive bedeutendem Schuhmuseum, wechselnde Sonderausstellungen) mit sehenswerter SCHLOSSKIRCHE, in der sonntäglich lutherische Hochmessen gefeiert werden. Die Gruft unter der Schlosskirche ist auf Anfrage oder zu besonderen Anlässen ("Tag des offenen Denkmals", "Schlossfest") zu besichtigen.
GELEITSHAUS. Das Museum zeigt neben einem Diorama mit 10.000 Zinnsoldaten (1632 Schlacht bei Lützen) anschaulich die Auswirkungen des 30-jährigen Krieges auf die Stadt.
HEINRICH-SCHÜTZ-HAUS mit Museum. In diesem Haus hat der erste deutsche Komponist von Weltgeltung gelebt und komponiert.
NOVALIS-HAUS mit Museum (Novalis-Pavillon in unmittelbarer Nachbarschaft. Novalis-Grab ca. 150 m entfernt im Stadtpark.)
MARIENKIRCHE mit Ladegast-Orgel Barockes Rathaus und weitere barocke Fassaden in der Innenstadt. Das barocke Fürstenhaus in der Leipziger Straße 9 ist eines der wichtigsten Zeugnisse aus der Residenzzeit. Es wurde 1673 errichtet und diente vor allem als Wohnsitz hoher herzoglicher Hofbeamter. Die grau-altrosa Fassade des zwischen 2004 und 2006 sanierten Gebäudes entspricht der historischen Farbgebung. Bei der Innenausstattung ragen vor allem die Stuckaturen in der ersten Etage hervor, die Ende des 17. Jahrhunderts von italienischen Stuckateuren ausgeführt wurden.
WEISSENFELSER STADTJUNGE "Schusterjunge" im Stadtpark (Maskottchen der Stadt) Märchenbrunnen in der Neustadt Heimatnaturgarten (Engagierter kleiner Tierpark, der heimatliche Fauna und Flora zeigt.)
WEINBAUREGION Saale-Unstrut mit dem örtlichen Lagenwein "Burgwerbener Herzogsberg".
Der Fluß SAALE im Stadtbild mit drei Wehren und Schleusen (stromabwärts: Beuditzschleuse, Brückenmühlenschleuse, Herrenmühlenschleuse). Touristische Erschließung für Wasser- und Radwanderer ("Blaues Band", Saale-Radweg, der auch durch den FERNWEHPARK in HOF führt)
KLEMMBERG mit BISMARCKTURM. Der Bismarckturm, der eine Höhe von 21 Metern hat, wurde 1907 eingeweiht. Zu DDR-Zeiten trug der Turm den Namen Keplerturm, erhielt aber kurz nach der Wende seinen ursprünglichen Namen zurück. 2005 wurde ein Verein ins Leben gerufen, der sich um die Sanierung des Bauwerks einsetzt, die bis zum 100-jährigen Baujubiläum im Juli 2007 vollzogen sein soll.