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Rhodos - Fernwehtraum in Pfeilrichtung

Weiße Häuser, Windmühlen, Wein und Sonne pur. Wer verbindet diese Bilder nicht mit dem Fernwehtraum Rhodos. Im Fernwehpark ist die Abflugbahn Richtung Griechenland nun ausgeschildert. Einfach der Pfeilrichtung folgen.

Inge und Hartwig Meringer aus Hof haben sich diesen Reisetraum erfüllt und wollen im Hofer Fernwehpark nun auch die Besucher daran teilhaben lassen.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer (links) freute sich sehr über diese beiden Schildergrüße, die "so richtig Fernweh verursachen". Da Familie Meringer die Schilder vom Bürgermeister Jiannis Latridis persönlich erhielt und dieser sich über einen Gruß des Hofer Bürgermeisterkollegen sehr freuen würde, informierte Inge Meringer das Hofer Rathaus, wo es sich Bürgermeister Eberhard Siller nicht nehmen ließ, persönlich bei der Schilderübergabe anwesend zu sein. Weiter versprach er, ein Dankesschreiben an den Bürgermeister der griechischen Insel zu senden.

Im Bild von links Klaus Beer, Inge Meringer, Bürgermeister Eberhard Siller und Hartwig Meringer.

Bereicherung jeder Reise

Wie zu erfahren war, rankt sich um die beiden Schilder aus Rhodos eine abenteuerliche Geschichte - von der Idee, der Beschaffung der Schilder bis zum Transport nach Hof. Klaus Beer: "Wer diese spannende Story liest, kann das "Jagdfieber" so richtig miterleben. Genauso, wie Inge Meringer es schildert, läuft es ab. Wir haben dies auf Schildersuche in vielen Ländern der Erde genauso erlebt. Es ist abenteuerlich, ein Schild zu erhalten - aber eine ungemeine Bereicherung jeder Reise. Man erhält Einblicke und Kontakte in den Alltag der dort lebenden Menschen und kommt vollgepackt mit herrlichen Erlebnissen, meist auch auch mit Freundschaften - und natürlich mit der Ortstafel, von der "Schilderjagd" zurück. Man kann dann zuhause erzählen von einem Schilderabenteuer, das nur eben der erlebt, der sich in seinem Urlaub darauf einlässt."

Aber lassen wir Inge Meringer selbst erzählen: "Nachdem wir schon viele Jahre unseren Urlaub auf der Insel Rhodos verbringen, kam uns bei unserem letzten Besuch auf Rhodos die Idee, ein Ortsschild von der Insel für den Fernwehpark nach Hof mitzubringen. Jetzt, im August 2004 ist uns dies nach einigen Tagen, vielen schönen Episoden und dank hilfsbereiter Griechen endlich gelungen.

Es war von Anfang an nicht einfach, den Griechen überhaupt zu erklären, warum und für was wir ein Ortsschild bräuchten und dies sogar mit nach Deutschland nehmen wollten. Auch ein mitgebrachtes Bild vom Fernwehpark half uns nicht weiter, denn die gegenseitigen "Sprachkenntnisse" in Englisch, Deutsch und Griechisch waren halt zu unterschiedlich. >/tell>

Bei der ersten Anfrage erhielten wir die Antwort: "kein Problem, ich nehmen Flex, ratsch, du haben morgen Schild" (wir sahen uns schon mit Handschellen in einem griechischen Gefängnis), bei einer weiteren: "nicht viel verstehen, du gehen zu Schwestertochter in Zentrum, haben Geschäft, sprechen deutsch, halbes Jahr Deutschland". Nachdem dieser Kontakt leider nicht geklappt hatte, starteten wir einen erneuten Versuch. Ein Grieche kannte das deutsche Wort "Bürgermeister" und erklärte uns, dass das ein "Dimarhos" ist und für Region Faliraki/Kallithea/Kalythies im Ort Kalythies seinen Amtssitz hat. Wieder ein anderer fuhr uns mit seinem Pickup (mein Mann saß hinten auf der offenen Ladefläche, ich neben dem Fahrer) über einige Hügel zum zuständigen Rathaus. Bevor er wieder davonfuhr: heimkommen - no problem? - No Problem!

Im Gebäude - an jeder Tür nur griechische Schriften! Im Treppenhaus überholte uns ein Einheimischer, wir hinterher. Dieser half uns dann auch weiter, nachdem wir auch in einem "Büro" mit unserer Bitte nicht recht weiterkamen. Er sprach etwas Deutsch und konnte so unseren Wunsch anhand unseres mitgebrachten Zeitungsausschnittes mit dem Bild des Fernwehparks besser erklären. (Dieses Bild hatte in der Zwischenzeit schon ganz schön gelitten - auspacken, auseinanderfalten, glattstreichen, weiterreichen, anschauen, einpacken).

Plötzlich: ahh verstehn! Telefonate, Kopfnicken, griechisches Palaver. Taxifahrer: mitkommen! Wir verließen mit ihm das Gebäude (unserer Meinung nach war das evtl. die Kfz-Zulassungsstelle), Parkplatz, neues Gebäude, Türen mit griechischen Buchstaben, Treppen, Sitzungsäle und plötzlich standen wir mit ihm in der heiligen Halle des Bürgermeisters - Herrn Jiannis Iatridis.

Ein freundliches Händeschütteln "Kaliméra, ti kánis?". Wieder aufgeregte Unterhaltung, Fernwehpark-Bild auspacken, auseinanderfalten, glattstreichen..... , Telefonate, Kopfnicken (dazwischen versprachen wir, ihm vom Fernwehpark mit dem Ortsschild ein Foto zu schicken)..... griechische Anweisungen und schon saßen wir bei einem jungen Griechen im Auto und ab gings irgendwohin. In einem "Bauhof" angekommen, umringt von gestikulierenden Menschen, durften wir uns in einer Halle sogar zwei Schilder aussuchen und mitnehmen. Danke - efcharistó poli !

Strahlend nahmen wir die Schilder entgegen. Wir wurden noch bis zur Ortsmitte mitgenommen, stolz marschierten wir mit "unseren Schildern" durch den Ort zu unserem Quartier.

Packpapier, Tesafilm, Schnur .... wieder erhielten wir jede Hilfe, um die Schilder transportabel zu verpacken. Heimreise: Koffer, Mehrgewicht durch die Schilder, Zollschwierigkeiten, Erklärungsängste, Sicherheitsschleußen ..... No Problem!?

Wir haben es geschafft - die beiden Schilder haben ihren Platz im Fernwehpark!

Unser herzlichstes Dankeschön gilt all den unheimlich netten Griechen auf Rhodos und dem Bürgermeister Jiannis Iatridis, die uns geholfen haben, dass diese Schilder nun ihren Platz im Fernwehpark in Hof haben."

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