Hofer Fernweh-Park Hofer Fernweh-Park

 

Reisestationen in Schildern

Mit dem Fahrrad um die Welt

Reisestationen in Schildern...

Peter Glöckner und Axel Brümmer erfüllten sich diesen Traum. Einen Tag vor der Währungsunion starteten sie im Sommer 1990, noch als DDR-Bürger, zu einer Reise, die sie erst nach fünf Jahren ins wiedervereinigte Deutschland zurückführen sollte. Auf ihrer Tour über fünf Kontinente und durch rund 60 Länder legten sie mehr als 80.000 Kilometer mit dem Rad zurück. Sie erlebten eine tiefe Freundschaft. Unterwegs begegneten ihnen hilfsbereiche Eingeborene und gönnerhafte Millionäre. Anderseits waren sengende Hitze und mörderische Kälte, Krankheiten und Bürokratie zu überwinden. Ihr Buch WELTSICHTEN erzählt davon.
Nun starteten Sie zu einem neuen Abenteuer - natürlich wieder mit dem Rad.
Ihr Ziel diesmal: CHINA. - auf den Spuren Marco Polos.

Ihre abenteuerliche Reise Richtung Peking begann am 31.01.2001 am Hofer Fernweh-Park.

An noch leeren Pfählen, die ganz alleine ihnen gewidmet sind. Diese werden in den nächsten Monaten etwas ganz Besonderes zeigen: Ihre Reise!

Peter Glöckner, Axel Brümmer & Klaus Beer

Doch lange werden die Pfosten sicher nicht leer bleiben.

Denn Axel und Peter haben vor, auf Ihrer Tour durch Asien Schilder zu sammeln und nach Deutschland zu schicken. Sobald diese in Hof eintreffen, werden sie an die Pfähle genagelt, an denen dann mit den Schildern ihre Reisestationen nachvollzogen werden können.

Ihr Eintreffen in Großstädten wurde bereits von der Botschaft des jeweiligen Landes avisiert, so dass sie von den Stadtoberhäuptern im Beisein der Medien offiziell Ortsschilder überreicht bekommen. In kleineren Ortschaften werden sie versuchen, auf eigene Faust landestypische Schilder zu erhalten.

Um ihnen das Schildersammeln zu erleichtern, erstellte Fernweh-Park Initiator Klaus Beer ein Empfehlungsschreiben, unterschrieben vom Bürgermeister der Stadt Saalfeld, Richard Beetz, dem Bürgermeister der Stadt Hof, Dieter Döhla, dem Hofer Landrat Bernd Hering und dem Europaabgeordneten Dr. Joachim Wuermeling.

Die Schreiben wurden in englisch, türkisch, arabisch, afghanisch, persisch, russisch und chinesisch übersetzt. Die Übersetzung erfolgte durch das Übersetzungsbüro Nazmi und Frau Irmgard Eberwein-Hetz vom BDU (Bundesverband d. Dolmetscher u. Übersetzer.

Diese Aktion wird in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Europarat, der North Government Organisation (NGO) und bedeutenden Vertretern der Wirtschaft entstehen. Verschiedene Fotografen, Fernsehteams und Journalisten werden Axel Brümmer und Peter Glöckner teilweise begleiten.

Ein mehrteiliger Reisebericht über die abenteuerliche Reise durch West- und Zentralasien sowie die Durchquerung eines der trockendsten Gebiete der Erde, die Wüste Taklamakan und den Besuch bei  chinesischen Regierungsstellen ist als Filmprojekt angedacht.

Den Schluß der Reise soll die Zurschaustellung aller Schilder im Hofer Fernweh-Park bilden. Freuen Sie sich auf die eintreffenden Schilder, die erlebtes "Fernweh" in sich tragen.

alle Schilder auf einem Blick

Um Punkt 11. 00 Uhr, am 31.01.2001, fing es zu schneien an, doch das schürte das Fernweh erst richtig. „Jetzt unter Palmen unterwegs sein...“, dachten viele der Passanten, die den Event und den Start der beiden Fahrrad-Weltenbummler miterleben wollten.

Mit zwei Schildern ihrer Heimatstadt SAALFELD/Thüringen wurde die „Schilder-Landkarte“ im Schneegestöber „eröffnet“. Der Saalfelder Bürgermeister Richard Beetz brachte ein Schild der „Saalfelder Feengrotten“ und ein Original-Ortsschild mit, über das sich auch Hofs Oberbürgermeister Dieter Döhla freute.

Im Bild von links: Klaus Beer, Axel Brümmer, Peter Glöckner, BM Richard Beetz und OB Dieter Döhla.

Peter Glöckner und Axel Brümmer beim Interview

Doch so schnell durften sich Peter Glöckner und Axel Brümmer (von links, im Hintergrund Klaus Beer), nicht auf die Fahrräder schwingen. Zahlreiche Journalisten und Fernsehteams waren angereist, um die Übergabe der ersten Schilder, natürlich ihren „China-Start“ und noch etwas ganz Besonderes zu dokumentieren:

Klaus Beer, Peter Glöckner und Axel Brümmer

„Hauruck“ zum China-Start. Im Schneegestöber unter dem Klicken der vielen Kameras stemmten Peter Glöckner, Axel Brümmer und Klaus Beer nicht eines der Fahrräder, mit dem die Beiden gleich gen Peking unterwegs sein werden, sondern ein Rad mit Museumswert.

Axel Brümmer nämlich vermachte dem „Fernweh-Museum“ des Hofer Fernweh-Parks sein Original-Fahrrad, mit dem er den größten Teil seiner fünfjährigen Weltumradelung zurückgelegt hat.

Ursprünglich war vorgesehen, das Rad ungeschützt an zwei Pfosten zu plazieren. Von Wind und Wetter verfallen, sollte es zu einem natürlichen „Fernweh-Kunstwerk“ werden. Doch jetzt entschied man sich, das wertvolle Stück auf Jahre hinweg der Nachwelt zu erhalten.

Die Firma Rohm aus Darmstadt und die Firma Heeb aus Karlstein treten dabei als Sponsor auf und sind zur Zeit dabei, das Rad in einen „gläsernen Sargophag“ zu legen. Zusammen mit dem von Rüdiger Nehberg erhaltenen Wasserkarren, (Wettstreit mit einem amerikanischen „Iron Man“ und einem Aborigine durch das australische Outback - s. STARS am Fernweh-Park / R. Nehberg), wird so das Fahrrad als Blickfang an die fünfjährige Weltumradelung und Nehbergs Karren an die „Human Race 96“ erinnern.

Klaus Beer wünscht Peter Glöckner und Axel Brümmer viel Glück

Shake Hands unter Schildern. Mit Händeschütteln, besten Wünschen für eine erfolgreiche Mission, gesunde Rückkehr und unter dem Applaus der Zuschauer ging’s dann wirklich los. Axel Brümmer und Peter Glöckner überprüften noch mal kurz den Sitz Ihrer vielen Packtaschen, bestiegen ihre Räder und radelten bei dichtem Schneetreiben durch die Schilderreihen einem neuen Abenteuer entgegen.

Nicht zu übersehen auf Ausrüstung und Kleidung - Ihre Hauptsponsoren: Jack Wolfskin und Leica, mit deren Kameras sie ihre Erlebnisse dokumentieren werden.

Axel Brümmer: „Da es in der ganzen Welt Internet-Cafes gibt, wollen wir auch einige unserer Erlebnisse online weitergeben und zu den im Hofer Fernweh-Park eingehenden Schildern von besonderen Erlebnissen während der Tour berichten.

Anekdote am Rande: Auf die Frage von Klaus Beer, wo sie denn bei diesem Wetter schlafen werden, bevor sie den Frühling in Italien erreichen, antworteten die Beiden: „Natürlich nicht im Zelt, ist uns im Moment zu umständlich.“ „In Hotels dann wohl?“ Antwort: „Aber nicht doch, im Schlafsack, irgendwo im Wald, mitten im Schnee. Es sollte nur noch ein paar Grad kälter werden, denn dann kann man morgens den Schnee schön abschütteln, wenn’s warm ist, gibt’s oft ein unangenehmes feuchtes Gepappe.“

Auf dieser Seite und unter „Fernweh-FAQ“ - „LINKS“ - „weltsichten“ erfahren Sie ab sofort mehr über die beiden Pedal-Ritter, über die eingehenden Schilder und natürlich über die neuesten Erlebnisse während ihrer abenteuerlichen Tour nach China.

Hier nun Axels und Peters Reiseroute:

  • 28.01.2001: Start in Saalfeld
  • 31.01.2001: Hofer Fernweh-Park (Schilderübergabe von Saalfeld und „Saalfelder Feengrotten“)
  • Überquerung der Alpen am Brenner - Österreich - Norditalien
  • 18.02.2001: Ankunft in Venedig
  • 20.02.2001: Fähre nach Venedig
  • 23.02.2001: Durchquerung Griechenlands zur Fähre via Zyper und Ägypten nach Israel
  • 26.02.2001: Ankunft in Israel (Tel Aviv und Jerusalem)
  • 04.03.2001: Über Jordanien nach Syrien (Damaskus) in den Libanon
  • 08.03.2001: Ankunft in Bayrut
  • 12.03.2001: Durchquerung Syriens entlang der Mittelmeerküste
  • 17.03.2001: Türkei über Erzurum
  • 26.03.2001: Einreise in den Iran, über den Ararat nach Taebriz, Zanjan
  • 07.05.2001: Einreise nach Afghanistan
  • 15.05.2001: Durch Kirgistan
  • 01.07.2001: Einreise nach China
  • Das Ziel ist erreicht!

Schilder aus Jordanien und dem Libanon

Zwischenzeitlich sind diese Schilder für die Aktion „REISEROUTE in Schildern“ in Hof angekommen. Von wo her sie genau stammen, kann noch nicht gesagt werden, da wir die „Geschichte der Schilder“ noch nicht kennen. Die meisten wurden Fernsehteams auf ihrer Rückreise nach Deutschland mitgegeben. Andere sind noch auf dem Postweg unterwegs, wieder andere stecken noch in den Fahrrad-Satteltaschen von Axel und Peter...

Aus Beirut erhielten wir an Stelle eines Schildes zwei wunderschöne Stadtwappen in Holz, vom Bürgermeister persönlich.

Wo sich Axel Brümmer und Peter Glöckner auf Ihren Trip gen China gerade befinden, und was sie aktuell erleben (nicht nur Hagelkörner trommeln auf ihre Köpfe, sondern auch Gewehrkugeln pfeifen über sie hinweg....) kann man unter www.weltsichten.de miterleben.

Ein Hofer Esel öffnete Jurten und Herzenstüren

Peter Glöckner und Axel Brümmer befestigen Ihre Schilder im Fernweh-Park Axel und Marlene

Nach der Rückkehr aus Peking trafen sich Axel Brümmer und Peter Glöckner im Hofer Fernweh-Park, um an IHREN Pfählen ihre gesammelten Schilder zu begutachten.

Neben Fernweh-Park Initiator Klaus Beer bei der herzlichen Begrüßung mit dabei: Klein-Marlene, Enkelkind der Hofer Stadträtin Puchta. Marlene schenkte den beiden Weltumradlern beim Start im Hofer Fernweh-Park im Januar dieses Jahres einen "Hofer Esel", eine kleine Handpuppe, die den Beiden während der Reise wertvolle Dienste erwies.

Über diesen lustigen Gesellen nämlich bekamen sie sofort Kontakt zu Jung und Alt, wobei besonders die älteren Menschen sich bei der Animation oft "totlachten". Da Freundlichkeit und Lachen bekannterweise "Tür und Tor öffnet", erwartete Axel und Peter eine überwältigende Gastfreundschaft mit wertvollen Begegnungen und Gesprächen. Dank des "Hofer Esels" entstanden Kontakte, die ohne dieses Geschenk von Klein-Marlene nie möglich gewesen wären. Nachzulesen auch in ihrem neuen Buch, das noch vor Weihnachten 2001 auf den Markt kommt.

Nun brachten Axel und Peter Marlene ihre Puppe zurück. Zwar etwas sand- und staubbeschmutzt, aber auch vollgepackt mit den irrsten Erlebnissen, die der "Hofer Esel" natürlich immer hautnah miterlebte. Er schaute immer aus Axels Packtasche und wurde bei schlechtem Wetter einfach "downunder" transportiert. Aber meist streckte er seine vorwitzige Nase immer der heißen Wüstensonne entgeben...

"Aus der könnt mal was werden..." - nun ist sie seine Frau

Axel in Brasilien, irgendwann, irgendwo. Auf der Straße läuft ihm ein kaffebraunes Mädel über den Weg. Große, schwarze Augen, grazile Figur, anmutiger Gang, keck und kess und jung. Aber noch zu jung. Ein Kind noch. Schade, dachte sich der Axel und radelte weiter seines Wegs die staubige Straße entlang. Doch Kilometer um Kilometer verfolgte ihn in seinen Gedanken das hübsche Kind. "Aus der könnt mal was werden", dachte sich der Axel so.

Jahre vergingen. Immer wieder zog es Axel nach Brasilien. Der Natur, der Landschaft, der Menschen wegen sagte er. Doch in Wirkklichkeit war es sein Traumgirl. Axel mußte schauen, immer wieder, was aus seinem kleinen Mädel so wurde.

Und Abigail, so hieß das Mädchen unserer Geschichte, wurde hübscher und hübscher. Auch andere wurden auf sie aufmerksam. Sie machte Karriere, als Tänzerin.

"Tanze Samba mit mir", hieß es dann eines Tages - in Germany. Als die Sonne hinter den Wäldern von Saalfeld unterging, schloß Axel sein Traumgirl in die Arme. Am 13. Juli 2002. Abigail, von Axel liebevoll Biga genannt, wurde an diesem Tage seine Frau.

Ein Traum wurde Wirklichkeit. Und Wirklichkeit zur Realität. Und das am 1. Tag der Ehe. Ob man denn zurechtkommt, mit so einem Typen, dem Sand und Staub, Morast und Asphalt an den Füßen klebt? Das fragte sich wohl jeder der illustren Hochzeitsgesellschaft.

Bruemmer_Baumstamm

Wie im richtigen Urwald, äh Leben. Zuerst einmal müssen Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Für den Dschungelhelden Axel kein Problem.

Bruemmer_Torte

"So mußt Du das Messer halten", sagt der Axel zu seiner Biga. "Wir sind doch nicht im Urwald, Du mußt doch da keine Schlange köpfen, nur die Torte", entgegnet seine Frau.

Bruemmer_Blumen

"Schau, da radelt er schon wieder. Auf und davon. Der Sonne entgegen. Darf ich mit?" fragt der Axel. "NEIN, Du bleibst jetzt hier", sagt die Biga, laß den Peter doch einfach mal alleine fahren... oder willst Du die Flitterwochen mit ihm verbringen?"

Erika und Klaus wünschen Dir lieber Axel und liebe Biga alles erdenkliche Gute für Eure gemeinsame Zukunft

 

Zur Startseite