„Achtung – Diesseitiges Ufer – Grenze“
Von dem Irrsinn menschlicher geistiger Verwirrung zeugt ein Schild, auf dem zu lesen ist: „Achtung – Diesseitiges Ufer – Grenze“. Es stand am Grenzstreifen zwischen der früheren DDR und der Bundesrepublik Deutschland, die beide durch Mauer, Stacheldraht und Minen getrennt waren – Ausgeburt kranker Gehirne und in der damaligen DDR noch hochgelobt und mit Bruderkuss begrüßt.
Dieses Schild zog nun als Mahnmal gegen den menschlichen Irrsinn in den Fernwehpark ein, der für GRENZENLOSE FREIHEIT und für VÖLKERVERSTÄNDIGUNG steht.
Mitgebracht haben dieses museale Zeitdokument Christoph und Martina Lüdemann aus Kronach, die das Schild am 15.11.1989, also wenige Tage nach der Grenzöffnung, als Dokument der damaligen Zeit in Fürth am Berg, nicht weit von Neustadt / Mittwitz, auf der Thüringer Seite bei Muppberg, an dem Grenzfluß entdeckt und „sichergestellt“ haben.
Nun wurde es an Fernwehpark Initiator Klaus Beer als historisches Dokument für den Fernwehpark übergeben.
Dokument menschlichen Irrsinns
Klaus Beer: „Ich freue mich sehr über dieses Zeitdokument, das so richtig die Ausgeburt kranker Gehirne von Menschen offenbart. Wie wurde da an den Grenzen kontrolliert, mit Spiegeln unter die Autos geschaut, und Menschen nicht nur für Fluchtversuche ins Gefängnis gesteckt, sondern auch im Grenzbereich rücksichtslos erschossen. Hätte ich damals in der DDR gelebt, würde ich heute nicht mehr leben. Entweder man hätte mich schon längst erschossen oder ich wäre laufend ins Gefängnis gewandert. Denn als freiheitsliebender Mensch, der von der Schönheit der Welt fasziniert ist, hätte ich mich nie und nimmer wegen irgendwelchen kranken Blödmännern in der Regierung in ein Land einsperren lassen – hatte ich denn was verbrochen, um mir nicht andere Länder der Erde anschauen zu dürfen?“
„Gott sei Dank gibt es die Ausgeburt menschlichen Irrsinns in Form der hässlichen Mauer nicht mehr. Genau aus diesem Grund wurde der Fernwehpark errichtet. Denn dort, wo die WELT in Ortsnamen AUF EINEN PUNKT projiziert wird, unter den Schildern aus aller Welt, sollen Menschen aus aller Welt ein Zeichen für Frieden und Zusammengehörigkeit setzen, egal welcher Hautfarbe, Religion oder politischer Weltanschauung.“
Klaus Beer weiter: „Ich spreche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch über 30 Jahren Reisen mit der Filmkamera in der Welt weiß ich, wie wunderschön unser Blauer Planet ERDE ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Machtgeilheit und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Ich habe mir deshalb geschworen eines NICHT ZU TUN. Nämlich NICHTS zu tun. Ich stecke nicht den Kopf in den Sand – sondern tue was. So steht der Fernwehpark, bewußt errichtet an einem magischen Datum, am 9. November 1999 - zehn Jahre nach dem Fall der Mauer - als Zeichen für grenzenlose Freiheit und Völkerverständigung. Über 300 Stars und Prominente aus Musik, Film, TV, Bühne, Sport und Politik halfen bislang mit, diese Friedensidee um die ganze Welt zu tragen.“
Ebenfalls begeistert von dem multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekt hat Christoph Lüdemann bei jedem Besuch im Hofer Fernwehpark fotografiert und die Bilder in einem kleinen Buch zusammengefasst.
Klaus Beer ist begeistert !!! Klaus: „Das habe ich auch schon lange vorgehabt. Ich habe sogar schon begonnen, alle Stars im Signs of Fame für eben auch so ein Buch zusammenzustellen, war heuer im Frühjahr schon fast fertig, doch als dann wieder aktuelle Dinge anstanden, mußte es mangelns Zeit erstmal wieder auf Eis gelegt werden...
Denn wenn das geplante FERNWEH DINER Star-Museum/Cafe endlich steht, sollen solche Bücher über den Fernwehpark, Erscheinungsbild, Events und Starbesuche, dort natürlich auch in Buchform erhältlich sein.